Basisinfos Parkour

Definition

Die Sportart Parkour definiert sich als "effiziente, schnelle und elegante Fortbewegung durch meist urbane Räume, ohne Unterstützung von Hilfsmitteln"

Ziel

Der Sportler (in der Szene auch "Traceur" genannt) setzt sich zum Ziel, im Rahmen seiner Fähigkeiten die bauliche Umgebung möglichst kreativ und interaktiv sportlich zu nutzen. Urbane Strukturen werden dabei als Hindernisse interpretiert.

Nutzen

Durch die Auseinandersetzung mit Grenzen lernen Traceure sich selbst kennen und bauen einen Bezug zu ihrer Umwelt auf. Der Zugang zu eigenen Potentialen kann genutzt werden, um Schlüsselkompetenzen für das eigene Leben zu aktivieren. Ein differenziertes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zum Dialog führen zur Verbesserung der Selbstorganisation und steigern die soziale Kompetenz.

Stellenwert

Parkour wird immer häufiger als Träger für Werbebotschaften sowie in TV- und Kinoformaten eingesetzt. Im Alltag junger Menschen nimmt Parkour einen zunehmend zentralen Stellenwert ein. In der Jugendförderung hat man erkannt, dass Parkour ein wichtiges Instrument sein kann, um Jugendliche zu erreichen. Auch große Krankenversicherer und Verbände etablierter Sportarten wenden sich dem ehemals mit Vorurteilen behafteten Thema "Parkour" offen zu und nehmen es in Ihre Angebote und Programme auf.

Potential

Parkour weist starke Parallelen zur Entwicklung anderer urbaner Sportarten auf. Für die kommunale Verwaltung bietet sich damit wieder eine neuartige und attraktive Möglichkeit, mit ihrer Jugendszene in den Dialog zu treten. Durch den Bau von Parkouranlagen wird den Jugendlichen nicht nur eine Plattform zur Ausübung ihres Sports, sondern auch ein altersgerechter Treffpunkt zur Verfügung gestellt. Insbesondere für ältere Kinder, die bereits dem Bewegungsangebot von Spielplätzen entwachsen sind, bieten Parkouranlagen einen sicheren Raum, in dem sie sich frei und kreativ sportlich betätigen können.